Pigmentstörungen: Wie gehen die dunklen Flecken wieder weg

Als größtes Organ agiert die menschliche Haut mitunter kompliziert – eine Vielzahl an Faktoren kann ihr Gleichgewicht durcheinander bringen. Hormonelle Umstellungen (z.B. Schwangerschaft, Pillenwechsel, etc.), besonders jedoch UV-Strahlung, führen oftmals zu Hautveränderungen, wie z.B. Pigmentflecken in unregelmäßiger Form und Größe. Medizinisch gesehen völlig harmlos, doch ästhetisch störend. Zu 90 Prozent sind Frauen im gebärfähigen Alter von einer lokal übermäßigen Bildung (Hyperpigmentierung) des hauteigenen Farbpigments Melanin betroffen. Das Melasma (griechisch = Hyperpigmentierung) tritt meist an Stirn, Schläfen, Wangen, Kinn und Oberlippe auf. Zur Behandlung von dieser Pigmentstörungen, insbesondere Melasma,  gelten chemische Peelings als erfolgreichste Behandlung. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist das Meiden weiterer UV-Exposition durch Sonne, Solarien und Tageslicht, um eine Verschlimmerung zu vermeiden.

Das Pigment kann oberflächlich oder tiefer in der Haut liegen. Je oberflächlicher die Hyperpigmentierung liegt, desto größer ist die Chance auf ein komplettes bzw. schnelleres Verschwinden. Generell kommen folgende Behandlungsmöglichkeiten bei Pigmentstörungen  in Frage:

  • Peelings
  • Laser ( CO2-Laser, Pigmentlaser)
  • IPL
  • Microneedling

Die Behandlung von Melasmen ist recht schwierig, aber in kompetenter Hand eines Dermatologen und mit Disziplin seitens des Patienten nicht unmöglich.

  • Die Basis jeder erfolgreichen Behandlung ist die tägliche Anwendung einer Sonnenschutzcreme mit sehr hohem Lichtschutzfaktor ( 50+)
  • Das Solarium ist absolut tabu.
  • Unerlässlich ist eine Vor-und Nachbehandlung mit Spezialcremen 
  • In der Schwangerschaft und Stillperiode darf nicht behandelt werden.
  • Beste Behandlungszeit: Herbst/ Winter; bis spätestens April soll die Behandlung abgeschlossen sein.

Als Vor- und Nachbehandlung wird vom Arzt (meistens Dermatologen) eine speziell auf die zu behandelnde Haut abgestimmte Creme zusammengestellt. Diese beinhalten depigmentierende und peelende Arzneimittelinhaltsstoffe (z.B. Tretinoin, Kojisäure, Glykolsäure, Hydrochinon, Azealinsäure, Vitamin C, …). Je nach Ausgangssituation (Fläche und Tiefe der Hyperpigmentierungen) wird das Peelingverfahren  gewählt.

Fruchtsäurepeelings können in Abständen von 2 bis 4 Wochen wiederholt werden.

Um einen sichtbaren Effekt zu erzielen, muss mehrmals über Monate gepeelt werden. Geeignet für oberflächlicheren Hyperpigmentierungen. Ebenso können hier Microneedling, Microdermabrasion und IPL sowie CO2-Laser eingesetzt werden.

Tiefer liegende Pigmentstörungen

Bei tiefer liegenden Hyperpigmentierungen zeigen Kombinationspeelverfahren von stärkeren Säuren (Jessner / TCA = Trichloressigsäure) oder Kojisäure nach vorbehandelter Haut gute Erfolge.

Diese Peelings können nach frühestens 3 Monaten wiederholt werden, falls es notwendig ist.

Ausfallszeit: 3-6 Tage je nach Stärke der Peelsubstanz und Peeltechnik

Kosten:  ab 350€ / Sitzung 

Kosten für Fruchtsäurepeeling mit vorheriger Microdermabrasion ab 130€ / Sitzung 

Bei Fruchtsäurepeeling ist fast mit keiner Ausfallszeit zu rechnen. 

Komplikationen: Rötungen, Hyperpigmentierungen v.a. bei dunkleren Hauttypen und tieferen Peelingsverfahren, Herpesinfektionen falls jemand dazu neigt und diese häufig bekommt (bei positiver Anamnese muss man vor und nach dem Peeling Tabletten einnehmen)

Ein Wiederauftreten (Rezidiv) ist bei Melasmen leider häufig, deshalb sind strikte Sonnenkarenz und die Anwendung der Cremen sehr wichtig.

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